ÖKOPROFIT Kreis Steinfurt

Die Bioenergie Steinfurt GmbH & Co. KG wurde für das Jahr 2026 erstmals als ÖKOPROFIT-Betrieb ausgezeichnet. Mit der erfolgreichen Erstzertifizierung würdigt das Projekt die systematische Umsetzung von Maßnahmen zur Verbesserung des betrieblichen Umwelt- und Ressourcenschutzes sowie das Engagement für nachhaltiges Wirtschaften in der Region.

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© Kreis Steinfurt
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Umweltleitlinien

der Bioenergie Steinfurt GmbH & Co. KG

Unsere Umweltleitlinien bilden die Grundlage für ein verantwortungsbewusstes und nachhaltiges Handeln beim Betrieb unserer Biogasanlage. Sie beschreiben die Prinzipien, nach denen wir Ressourcen schonend einsetzen, Emissionen reduzieren und einen Beitrag zum Klima- und Umweltschutz leisten. Gleichzeitig verstehen wir sie als Selbstverpflichtung, unsere Prozesse kontinuierlich zu überprüfen und weiterzuentwickeln.

1. Grundverständnis

Unsere Biogasanlage ist eine Gemeinschaftsbiogasanlage mit 73 Eigentümern und dient der umweltfreundlichen Energieerzeugung aus nachwachsenden Rohstoffen und organischen Reststoffen. Wir leisten damit einen aktiven Beitrag zum Klimaschutz, zur regionalen Wertschöpfung und zur nachhaltigen Landwirtschaft.

2. Rechtliche Verpflichtungen

Wir verpflichten uns, alle umweltrelevanten Gesetze, Verordnungen und Auflagen einzuhalten. Darüber hinaus wollen wir im Sinne einer vorbildlichen Landwirtschaft über die gesetzlichen Anforderungen hinaus umweltgerecht handeln.

3. Ressourcenschonung und Energieeffizienz

Wir gehen mit Rohstoffen, Energie und Wasser sparsam und effizient um:

  • Substrate stammen aus der regionalen Landwirtschaft
  • Durch laufende Optimierung der Anlagenprozesse erhöhen wir die Gasausbeute und Energieeffizienz
  • Die entstehende Wärme wird in Betriebsgebäuden und Nahwärmenetzen genutzt.

4. Emissionsschutz und Geruchsminderung

Wir setzen auf moderne Technik, um Emissionen, Gerüche und Lärm weitestgehend zu vermeiden:

  • Alle Gärsubstrate und Gärreste werden in abgedeckten Behältern gelagert
  • Anlagen werden regelmäßig gewartet und auf Dichtheit geprüft

5. Gewässer- und Bodenschutz

  • Alle Lager- und Arbeitsbereiche sind flüssigkeitsdicht ausgeführt
  • Gärreste werden bedarfsgerecht, bodenschonend und pflanzenangepasst als Dünger ausgebracht
  • Wir vermeiden Nährstoffverluste und Auswaschung, um Grundwasser und Oberflächengewässer zu schützen

6. Abfall- und Stoffstrommanagement

Wir vermeiden Abfälle, wo immer möglich, und führen Wertstoffe dem Kreislaufwirtschaftssystem zu.

  • Reststoffe aus dem Prozess werden fachgerecht entsorgt oder verwertet
  • Wir fördern eine geschlossene Stoffkreislaufwirtschaft zwischen Ackerbau, Tierhaltung und Energieerzeugung

7. Notfall- und Sicherheitssysteme

Zum Schutz der Umwelt haben wir Notfallpläne und technische Sicherheitseinrichtungen (z. B. Überfüllsicherungen, Leckagewarnsysteme) installiert. Diese werden regelmäßig überprüft und unser Personal entsprechend geschult.

8. Kontinuierliche Verbesserung

Wir prüfen unsere Umweltleistung regelmäßig, definieren Verbesserungsziele und dokumentieren deren Umsetzung. Neue technische Entwicklungen werden bewertet und, wenn sinnvoll, in den Betrieb integriert.

9. Schulung und Bewusstseinsbildung

Unsere Mitarbeiter werden regelmäßig in Umweltschutz, Arbeitssicherheit und Anlagentechnik geschult. Wir fördern umweltbewusstes Handeln im täglichen Betriebsablauf.

10. Transparenz und Dialog

Wir pflegen einen offenen Austausch mit Nachbarn, Behörden und der Öffentlichkeit. Unser Ziel ist es, die Akzeptanz regenerativer Energieerzeugung zu stärken und Verständnis für eine nachhaltige Landwirtschaft zu fördern.

Steinfurt, 13.11.2025